Arbeitsfähigkeit mit Augenzwinkern

Fachveranstaltung „Arbeitgeberattraktivität“ am 16. 02.2016 in der Demografieagentur, Hannover
(Gabriele Kottlorz)

Kennen Sie das „Haus der Arbeitsfähigkeit“? Es hat vier Stockwerke und einen Balkon. In jedem Stockwerk „wohnt“ ein Aspekt, der für die Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit der Bewohner sehr wichtig ist.

Im Erdgeschoss finden Sie die Gesundheit, ohne die selbstverständlich niemand vernünftig arbeiten kann. Im ersten Stock wohnt die Kompetenz, mit der man tägliche Anforderungen erfüllen kann. Das dritte OG beherbergt so spannende Bewohner wie Werte, Einstellungen und Motivation. Die drei Aspekte sind nicht leicht zu greifen und entziehen sich gern mal der allgemeinen Hausordnung. Schließlich residieren noch Arbeit selbst, Arbeitsumgebung und Führung unter dem Dach, das dann als „Arbeitsfähigkeit“ das Bauwerk nach oben hin komplett macht.

Ilmarinen web16.2.16Falls Sie in irgendeiner Art und Weise mit dem Thema Betriebliche Gesundheit zu tun haben kennen Sie dieses Haus natürlich und wissen, wer es konstruiert und gebaut hat. Es ist

Prof. Dr. Juhani Ilmarinen, dessen Name unter zahlreichen Studien und Erkenntnissen steht, die den IST- Zustand unserer Arbeitswelt eindrucksvoll abbilden.

Nun sind Zahlen, Daten und Fakten ja oft hilfreich, aber selten inspirierend. Menschen sind mir immer lieber, deshalb war ich sehr erfreut über die Möglichkeit, den „Vater“ dieser Fakten in der Demografieagentur einmal persönlich zu erleben.

Voller Begeisterung und mit einem Augenzwinkern berichtete Ilmarinen von seinen Erfahrungen und Erlebnissen. Seine humorvolle Kernbotschaft heißt „Arbeiten allein erhält nicht die Arbeitsfähigkeit“ und er erläutert voller Frische, was darüber hinaus nötig und hilfreich ist. Durchaus kritisch, aber nie belehrend merkt er an, dass die Konzentration auf die Gesundheit im Erdgeschoss weit verbreitet, aber keineswegs ausreichend ist. Die kunterbunte WG im dritten Stock ist voller Potenzial und verdient eine gründliche Betrachtung. Die dort ansässigen Werte, Einstellungen und Motivationen strahlen in alle Stockwerke und sorgen für Stabilität und Verlässlichkeit im ganzen Haus. Darüber hinaus tragen sie buchstäblich die Führung, deren Charakter den größten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. Was ausreichend belegt ist und dennoch in vielen Unternehmen mit so spitzen Fingern angefasst wird! Im persönlichen Gespräch erläuterte mir Ilmarinen mit seinem spitzbübischen Lächeln, dass Veränderungen an dieser Stelle weitreichende persönliche Herausforderungen mit sich bringen. Das kann auch mal weh tun, da regt sich Widerstand. GK Ilmarinen web 16.2.16Und was hilft bei der Bewältigung? „Die Menschen müssen einen spürbaren Gewinn davon haben. Etwas, das als Erleichterung, Nutzen oder Verbesserung der eigenen Lebensqualität empfunden wird. Dann ist die Bereitschaft zur Veränderung groß“.

So wahr! In dieser Hinsicht sind wir alle darin gefordert, die Rahmenbedingungen in Unternehmen und unseren ganz persönlichen Schlüssel zum Haus der Arbeitsfähigkeit in Einklang zu bringen.

Wie sind Ihre Erfahrungen damit? Ist es Ihnen gelungen oder kann ich Ihnen mit einer Anregung weiter helfen?

Sprechen Sie mich gern an, ich freue mich auf Sie.



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