Agile Bodensee Konferenz 28.-29. September 2016 in Konstanz

10. Oktober 2016

Agile Bodensee Konferenz 28.-29. September 2016 in Konstanz

Nachlese von Gabriele Kottlorz

 

Warum Menschen keine Ameisen sind und eine agile Organisation den Transrapid braucht

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agile-fahneÜber die traumhaften Rahmenbedingungen im Steigenberger Inselhotel Konstanz und das perfekte Wetter am Bodensee rede ich hier besser nicht mehr, sonst werde ich bei dem aktuellen norddeutschen Nieselwetter noch ganz schwermütig. Die gute Laune kehrt jedoch schlagartig zurück, wenn ich an den großartigen Workshop „Agile Leadership“ denke, an dem ich teilnehmen konnte.

 

Moderator Philipp Engstler von flowdays lotste eine herrlich heterogene Truppe mit Schweizer Charme und gut gesetzten Fragen durch die Leitbildentwicklung für eine „agile, moderne Organisation“, deren Stationen und Zutaten in einer beeindruckenden Zeichnung von Georges Mauch  „in time“ festgehalten wurden. Wir waren uns sehr schnell einig darüber, dass die Schmerzpunkte in den verschiedenen Unternehmen sehr ähnlich und Veränderungen anstrengend seien.

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(Zeichnung: Georges Mauch)

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Und auch diesmal war – völlig unerwartet – ein Pferd auf der agile Bodensee.

 

Wir waren wirklich engagiert bei der Sache, konnten zum Schluss jedoch die entscheidende Frage nach dem „was nun?“ nicht beantworten. Wie sehen erste Schritte aus? Wie gehen wir mit Widerstand um? Wie sorgen wir für guten Ausgleich in strapaziösen Phasen? Und wieso ist die „HR“ so wenig sicht- und spürbar? Natürlich beschäftigt mich die letzte Frage am meisten, zumal ich in der Runde die einzige Teilnehmerin ohne IT-Fachberuf war.

 

Mein Fazit war: Es braucht in Zukunft eine viel engere Verbindung zwischen Management und HR! Von einem Update auf die Version „Persönlich 4.0“ ganz zu schweigen. Das Thema Personal muss viel individueller, nahbarer und direkter werden, damit alle im Unternehmen etwas davon haben.

 

Und wie von Zauberhand entstand auf unserem LeitBILD ein Transrapid zwischen dem HR-Baumhaus und dem Management-Elfenbeinturm. Ach wäre das schön, wenn es in den Köpfen auch so einfach ginge 😉

 

Wo ist Helga?

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Dieses Jahr habe ich das Huhn zu Hause gelassen, auch wenn einige ihrer Fans sie schmerzlich vermisst haben. Stattdessen hatte ich einige druckfrische Exemplare von „Erfolgsfaktor Mitarbeiterintelligenz“ im Gepäck und konnte das erste signierte Rezensionsexemplar voller Stolz an Stephan Strittmatter von Sybit überreichen. Nun bin ich wirklich gespannt, wie die ersten Rückmeldungen dazu ausfallen. Bis dahin genieße ich es weiterhin, Widmungen in mein eigenes Buch zu schreiben – das ist absolut herrlich J

 

Die Keynote von Joseph Pelrine über selbstorganisierende Teams beantwortete unter anderem die Frage, warum Menschen im Team nicht so effektiv arbeiten wie Ameisen: Weil Ameisen eben „vernüftig“ sind! Unsere menschlichen Fähigkeiten sind Fluch und Segen zugleich. Niemand ist total rational, unsere Befindlichkeiten spielen immer eine Rolle. Pelrine zeigte Möglichkeiten und Grenzen der Selbstorganisation, leitete beides sehr schlüssig und humorvoll aus Psychologie und Neurowissenschaft ab. Niemanden wundert, dass der rote Faden „Kommunikation“ sich durch fast alle Workshops und Vorträge schlängelt.

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Zum Umgang mit schwierigen Situationen habe ich einen Beitrag im Sybit Agile Magazin No. 16  geschrieben, sicher findet Ihr dort eine Anregung für die nächste Gesprächs-Klippe. Darüber hinaus natürlich viele lesenswerte Beiträge u.a. von Marc Löffler, der uns „Das Geheimnis passionierter Teams“ verrät. Seine Präsentation zum Thema war ausgesprochen lebendig und praxisnah. Marc geht in seinem Thema voll auf und ist hochansteckend in seiner „Passion“. So geht Begeisterung!

 

marc-loeffler

Auch in diesem Jahr wird Gastgeber Sybit wieder alle Beiträge aufarbeiten und online stellen. Es lohnt sich, öfter mal rein zu schauen: https://www.agile-bodensee.com/



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