Digitale Arbeit, analoge Überlastung und die Sache mit der Motivation

Digitale Arbeit, analoge Überlastung und die Sache mit der Motivation

(Gabriele Kottlorz)

Am 18. Mai 2017 konnten wir uns beim Jahrestreffen vom Celler Netzwerk Gesunde Arbeit über verschiedene Aspekte der „Gesundheit im digitalen Zeitalter“ auseinander setzen.

Hasselhorn CNGA 18.05.2017

Prof. Dr. med. Hans Martin Hasselhorn (Bergische Universität Wuppertal) erläutert den Dreiklang Gesundheit-Motivation und Arbeitsfähigkeit

Die Essenz klingt für uns weder neu noch spektakulär: Die Anforderungen steigen und lassen traditionell-hierarchische Führungsmodelle mit komplexen Aufgabenstellungen zusammenprallen. In diesem Spannungsfeld sind Motivation und Belastbarkeit der Mitarbeitenden schnell zerrieben, was wiederum höheren Druck auf die Kolleginnen und Kollegen erzeugt. Ein Teufelskreis, der unserer Ansicht nach nur mit dem richtigen Handwerkszeug durchbrochen werden kann. Arbeitgeber müssen ihren Teams ermöglichen, sehr individuelle Kompetenzen in Selbstorganisation, Konfliktfähigkeit und Resilienz aufzubauen und ständig zu pflegen. Darüber hinaus muss eine vertrauensvolle und transparente Führung viel mehr Freiräume zur Verfügung stellen, damit neben den nötigen Routinetätigkeiten genug Luft für neue Ideen und hilfreiche Lösungen bleibt.

Gastgeberin Susanne Ostler vom Ringhotel Celler Tor beschrieb anschaulich und sehr sympathisch ihren Weg zu hohem Engagement und überdurchschnittlicher Mitarbeitermotivation. Sie tat das nahe liegende und bezog ihr Team in eine Prozessanalyse und deren Auswertung mit ein. Die Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge waren oft so einfach wie brillant und sorgten für bessere Abläufe und ein ein stabiles Gefühl der Wertschätzung. Auf dieser Basis kann ein traditionell aufgestelltes Hotel dem hohen Konkurrenzdruck standhalten, weil die Gäste am Ende das angenehme und kollegiale Klima im Hause nicht nur schätzen, sondern auch durch eine sehr hohe Weiterempfehlungsrate für verlässliche Belegung sorgen.

So geht Wertschöpfung durch Wertschätzung.

 

Veränderungen beginnen oft nicht mit konkreten, greifbaren Handlungen, sondern mit einem Traum, einer fixen Idee oder einer Bierdeckel-Kritzelei – so entstand zum Beispiel „WERNER“, der stoffelige Stift von Meister Röhrig aus Süderbrarup. Also setzen wir uns doch auch mal zusammen und schauen, was wir am Ende auf unsere Deckel kritzeln.

Wieviel Freiraum verträgt die Arbeit?

Haben Sie Lust, mit uns ins Gespräch zu kommen? Dann besuchen Sie uns doch am 13.07.2017 um 16 Uhr an unserem Round Table im Havfen Café, Kopernikusstr. 14 in Hannover.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Sie!



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