Günter Faltin: Wir sind das Kapital – Aufruf zu einer intelligenteren Ökonomie

Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=HSfLJO_20QM&list=PLhwaOffVbVWbNvjiQQHjNjQz_1thZ1OlS&index=3
Wir stehen vor einer neuen Epoche. Der Prontosaurus-Kapitalismus, der wird abgelöst durch Entrepreneurship und wir machen eine freundlichere Welt. Eine intelligentere Welt. Wir können über das Internet alle auf der Welt beteiligen – Partizipation an der Ökonomie. Er wird eine neue Epoche geben. Das waren die Versprechen von damals. Ich finde, die Versprechen wurden nicht eingehalten.
Go for a cause! Nicht nur irgendwas und schnell – die Kunst beim Gründen ist das Anliegen. Setze dich für etwas ein.
Schauen wir uns mal an, wo bei uns die Ökonomie momentan hin geht. Aus einem einfachen, billigen Grundstoff mit etwas Zusatzstoffen, aufwendiger Verpackung und Marketing wird hohe Qualität suggeriert und ein teures Produkt verkauft. Ist das die Zukunft, die wir wollen?
Ich glaube nicht, dass wir in den Konzernetagen, die dieses Geschäftsmodell fahren, etwas bewirken können. Wir müssen selber in den Ring steigen. Es braucht mehr Menschen, andere Sichtweisen und Werthaltungen und auch andere Interessenlagen.
Wir brauchen in unserer Ökonomie Opposition. Die kommt nicht durch die „Fürsten der Wirtschaft“. Wie kann das aussehen? Wir müssen Alternativen sinnlich erfahrbar machen. Und wir müssen Alternativen machen, die auch überzeugen z.B. Fair Trade.
Im Entrepreneurship müssen Sie nicht auf Mehrheiten warten. Machen Sie ihr kleines Unternehmen mit ein paar hundert Kunden. Es müssen keine 1000de oder die Mehrheit sein. Im Grunde reichen schon „ein paar Spinner“, die die Alternative aufzeigen.
Wir stehen vor Bergen von Problemen, die weder die Politik, die Bildung, die Kirchen noch die jetzige Ökonomie lösen können. Mit den Sichtachsen und Werthaltungen dieser aristokratischen Wirtschaftselite kommen wir nicht weiter. Damit können wir die Zukunft nicht meistern. Es braucht Entrepreneurship, das hilft Probleme zu lösen. Das war ich draußen erkenne, sind alles Problem verschärfende Elemente.
Entrepreneurial Design muss Resonanz finden mit dem „Markt“/Gesellschaft und stimmig zur Person sein. Ich mag das Wort Geschäftsmodell nicht. Es soll nicht nur ein schnelles Geschäft sein, sondern ein Problem lösender Ansatz, nutzt es der Gesellschaft, ist es stimmig zum Gründer. Und auch nicht nur ein Modell sein, sondern in der Praxis funktionieren.
Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder hat seine eigenen Gaben und Fähigkeiten. Jeder hat der Welt etwas Besonderes zu geben. Natürlich haben wir die Chance gerade in der Vielfalt, Dinge gemeinsam zu entwickeln. Man stärker überlegen, wie können wir zusammen etwas bewirken und die Synergien nutzen.
Mandela’s Zitat besagt, dass wir Angst haben vor unserem Potential. Wir denken immer, wir haben Angst vor unseren Schwächen. Aber wir haben Angst vor dem was wir eigentlich leisten können.
Dabei sollten wir kein „Lebenszwerg“ sein.
Unsere Phantasie und Vorstellungskraft sind die einzigen unbegrenzten Ressourcen.
Entrepreneurship braucht Zeit und man muss die Ambiguität aushalten, dass man Dinge verfolgt, die zu keinem Ergebnis führen.
Ich empfehle immer an 5 Ideen gleichzeitig zu arbeiten. Die Dinge kommen einem dann entgegen – „things fall into place“.
Um sich nicht selber als Gründer, wie es momentan noch von den IHKs gelehrt wird, mit allen betriebswirtschaftlichen, vertrags- und steuerrechtlichen und vielen Gebiete des Spezialwissens beschäftigen zu müssen, empfehle ich „Komponenten“ zu nutzen und sich mit andern Menschen und deren know how zu vernetzen. Und Sie können sich dann auf Ihr Konzept konzentrieren.
Prüfen Sie frühzeitig Ihre Annahmen „Proof of concept“.
Wenn die Menschen heute verstehen würden, wie wir Entrepreneurship machen können, hätten wir morgen eine Revolution morgen früh.
Ich wünsche mir, dass wir eine Gründerkultur entwickeln, die intelligente Produkte macht, die helfen Probleme zu lösen.



One comment

  1. […] „Go for a cause! – Setze dich für etwas ein.“ Die Kunst beim Gründen ist das eigene tiefe Anliegen zu entdecken und daraus Problem lösende Ansätze und sinnlich erfahrbar Alternativen zu erschaffen, die der Gesellschaft der nützen. Faltin’s Fokus lag stark darauf, dass jeder Mensch einzigartig ist, mit seinen eigenen Gaben und Fähigkeiten. Dass, jeder Mensch der Welt etwas Besonderes zu geben hat. Die Chance in dieser Vielfalt ist zusammen etwas zu bewirken und damit die Synergien zu einer intelligenteren Ökonomie zu nutzen. Einen Auszug seines Vortrags und der Link zum Nachhören finden Sie hier: […]

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