Patientenuniversität an der Medizinischen Hochschule Hannover

 

MHH-Patientenuniversitaet-Feyerabend-Kottlorz-2015

Vielen Dank für die Einladung an Andreas Feyerabend, Assistent der Direktion und Leiter der Traumaambulanz MHH

Lernstation zum Thema „Pferde stärken Persönlichkeiten“.

Im Rahmen der “Gesundheitsbildung für Jedermann” fand der Themenschwerpunkt ‘Tiere und menschliche Gesundheit’ seine Beachtung an der MHH. Swanette Kuntze, Gabriele Kottlorz und Martina Fernholz waren am 10. März 2015 vor Ort und konnten zahlreiche Besucher über die Möglichkeiten der pferdegestützen Persönlichkeitsentwicklung (PAPD) informieren.

Dass Tiere als Co-Trainer und Begleiter bei seelischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und sogar Suchterkrankungen entscheidend heilende Rollen spielen können, eint inzwischen viele Experten. Darüber hinaus kann eine tierische Begleitung Burnout-Prävention, Entspannung und Selbst-Bewussheit unterstützen und zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Mehr zum Thema PAPD

 

Für ein entspannteres Miteinander

Tiere haben bisher auch das Arbeitsklima auf der Station verbessert, betonte Andreas Wessels, Referent des Klinikdirektors für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie. Wessels gab in seinem Vortrag einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der tiergestützten Therapie in der Klinik seit den 90er Jahren auf der Soziotherapiestation. Was mit Wellensittichen als ersten „Probanden“ begann, führte im Jahr 2004 zum ersten offiziellen Einsatz von Therapiehündin „Juli“. Ein Resümee nach fünf Jahren praktischem Einsatz und Auswertung von anonymisierten Patienten-Fragebögen fasste Wessels unter anderem so zusammen:

  • Die Anwesenheit der Therapiehündin trug zu einer entspannten, kommunikativen Atmosphäre bei.
  • Patienten gelang es nach sozialem Rückzug vermehrt, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen; auf der Station wie auch mit Spaziergängern.
  • Von depressiven Menschen wurde die Hündin oft als Zuhörerin oder auch als Trösterin erlebt. Bei Spaziergängen mit der Hündin konnten oft Ängste überwunden und Verantwortung übernommen werden.
  • Durch die Aufforderung zum Spiel mit dem Ball durch die Hündin wurde positives Erleben initiiert. Sie konnte Menschen zum Lachen bringen.

Auch wenn Wessels für bestimmte Diagnosegruppen und auch bestimmte Akutphasen wie zum Beispiel Reizüberflutung oder Gewalt den Einsatz der tiergestützten Therapie ausschließt, war das Resümee beeindruckend positiv im Sinne einer großen Bereicherung für Kontakt, entspannteres Miteinander und wachsenden Selbstwert.

Unser Maskottchen, Huhn Helga, nutzte die Veranstaltung auch, um die menschliche Anatomie zu studieren, stete Kompetenzerweiterung zum Inneren des Menschen.

Huhn Helga nutzte die Veranstaltung auch, um die menschliche Anatomie zu studieren, stete Kompetenzerweiterung zum Inneren des Menschen.

Mehr zur Patientenuniversität, die im Herbst 2006 an der MHH gegründet wurde.

MHH-Patientenuniversitaet-KCC-2015

Lernstation an der Patientenuniversität der MHH: von links Martina Fernholz, Gabriele Kottlorz mit Maskottchen Helga in artgerechter Haltung, Swanette Kuntze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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